We are ironing (2/2)

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Die Firma Laurastar, Herstellerin von Bügelsystemen mit Sitz in der Westschweiz, hat mich gebeten, ihre Produkte zu testen. Dazu bin ich zu einem „Tag der Faltenfreiheit“ nach München gereist, wo ich prominenten Menschen beim Showbügeln zusehen durfte (Bericht hier). Dort traf ich etwa die amtierende deutsche Meisterin im Dampfbügeln – ja, dafür gibt es Wettkämpfe. Man gewinnt sie mit Schnelligkeit, Präzision und etwas „Showmanship“.

Ausserdem hat mir Laurastar leihweise eine neue Dampfbügelstation – es ist eine „Lift Plus“ in „Ultimate Black“ (Listenpreis 549 Franken) zur Verfügung gestellt, um mich von den Leistungen dieser Maschine zu überzeugen. Dieses Gerät steht jetzt in unserem Concept Store – Cabinet, Im Viadukt Bogen 2, 8005 Zürich –, wo es täglich im Einsatz ist, denn im Laden befindet sich unser „offenes Atelier“, wo wir an Prototypen arbeiten.

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Die ersten zwei Wochen mit dem neuen Laurastar-System waren bereits sehr überzeugend. Die schwarze, aufrecht stehende Dampfbügelstation sieht nicht nur viel besser aus als die oft an getunte Autos erinnernden Modelle der Konkurrenz. Wir hatten davor Geräte von Philips und Tefal – allesamt so hässlich, dass man sie verstecken musste. Die Maschine von Laurastar sieht nicht nur smarter aus, sie hat auch eine Dampfleistung, die wir bisher nur von professionellen Bügeltischen her kannten – konstant 3,5 bar Druck. Es ist tatsächlich „eine neue Art zu bügeln“, wie Laurastar in seinen Broschüren verspricht.

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Das liegt zum einen am Dampf selbst, der „trocken“ ist – er wird zweifach erhitzt, also in der Station und im Bügeleisen selbst, dadurch erreicht das System auch eine „Tiefenreinigung“ der zu bügelnden Stoffe. Für frisch zugeschnittene Stoffe ist dies nicht besonders relevant, aber für Menschen, die ihr Wäsche nur lauwarm waschen, hat dies den positiven Nebeneffekt, dass Keime und Bakterien beim Bügeln eliminiert werden. Ausserdem hat der Dampfstoff richtig viel Power, ohne zu „spritzen“, was bei vielen anderen Systemen ein lästiges Übel ist. Mit 2 Metern Dampfkabellänge erreicht man auch die äusserste Spitze des Bügeltisches problemlos.

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Zum Aufwärmen braucht die Station nur drei Minuten, nach zehn Minuten Nichtgebrauch schaltet es sich wieder selbst ab. Man braucht also nicht nachts wach zu liegen und sich zu fragen, ob man die Station auch ausgeschaltet hat, bevor man nach Hause gegangen ist. Das Eisen selbst ist kompakt, nicht zu schwer und liegt gut in der Hand. Die Sohle ist aus gebürstetem Aluminium, optional kann eine Schutzsohle für empfindliche Stoffe montiert werden. Zwei Hitzestufen sind wählbar. Der Auslöser für den Dampfstoss befindet sich seitlich am Griff – zuerst ein bisschen gewöhnungsbedürftig, doch nach wenigen Minuten selbstverständlich. Der abnehmbare Wassertank ist mit einer Kalk-Filterkartusche ausgestattet und fasst 1,1 Liter.

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Wie robust das Dampfbügelsystem im Langzeittest ist, lässt sich derzeit noch nicht sagen – wir bügeln ja erst seit zwei Wochen damit, dafür praktisch täglich. Das Eisen macht einen soliden Eindruck, doch es muss sich noch weisen, ob es den Ansprüchen im Atelier auch langfristig gewachsen ist. Deshalb werden wir hier in einigen Monaten einen kleinen Update anfügen. Auf die Frage, ob es denn auch noch funktioniere, wenn man das Bügeleisen mal vom Bügeltisch sausen lässt, verzieht Lars Giese, der deutschsprachige Vertriebsleiter der Marke, sorgenvoll das Gesicht und sagt: „Das Fallenlassen des Bügeleisen ist etwa so, wie wenn sie mit ihrem Auto beim Parken gegen einen Baum fahren: Sie werden danach noch weiterfahren können, aber man wird das Missgeschick für immer sehen.“

Disclaimer: Dieser Beitrag ist Teil einer informellen Leistungsvereinbarung zwischen der Firma Laurastar und dem Autoren. Der erste Teil der Kooperation beschreibt die Präsentation der neuen Bügelstation am „Tag der Faltenfreiheit“ in München.

1 Comment

  • Antworten November 4, 2018

    Christoph S

    Das Multimedia-Bügelcenter werde ich wohl nicht kaufen, aber die Schürze ist cool.

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